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Begonnen hat alles an der Wirtschaftsuniversität Wien. Als Studenten am Institut für Entrepreneurship und Innovation haben sich die zwei Gründer Michael Beitl und Luca Fichtinger das erste Mal getroffen. Im interdisziplinären Projektkurs namens „Garage“ konnten Studenten der BOKU Wien, TU Wien und WU ihre innovativen Geschäftsideen vorstellen. Kurz vor der Einreichung der Ideen, ging Michael, der aus dem Mostviertel stammt, zu einem benachbarten Heurigen, um sich mit heimischen Obstbauern und Schnapsbrennern auszutauschen. Im Gespräch erzählten sie schnell von einem Problem, das sie schon länger beschäftigte. Sie müssen die Kerne von Marille, Zwetschke, Kirsche und co nach der Verwendung des Fruchtfleischs zur Produktion von Saft, Marmelade und Schnaps entsorgen. Sie wusste jedoch, dass in diesen Kernen ein großes Potenzial steckt. Der innere Samen ist reich an Proteinen und wertvollen Ölen und die getrennte Hartschale kann für viele Zwecke verwendet werden.

Dies ließ sich Michael nicht zweimal sagen und stellte das Projekt im Kurs vor. Da konnte er auch Luca und drei andere Studenten überzeugen, der nachhaltigen Kernspaltung eine Chance zu geben. Im Laufe des Semesters entdeckten sie dann das Potenzial dieses Projektes und fanden auch schon die ersten Mentoren für das Projekt. Nach den ersten Monaten waren sie schließlich so begeistert, dass sie beschlossen das Projekt zu zweit, direkt nach dem Bachelor-Abschluss, Vollzeit umzusetzen.

Ab Februar 2018 wurden dann regelmäßig Bauern, Saftproduzenten und co in ganz Europa besucht, um dem Problem näher auf die Spur zu gehen. Dabei stellte sich heraus, dass dieses Problem nicht nur ein regionales, sondern ein europaweites ist. Großproduzenten kämpfen jährlich mit mehreren tausend Tonnen an Kernabfällen und freuten sich über neue Lösungen. Dabei fanden sie auch ihr erstes Zuhause und bekamen ihren ersten Arbeitsplatz im Playpark, ein von der EU gefördertes Programm für nachhaltige Startups. Auch auf der zukünftigen Abnehmerseite wurden bereits viele Produkte nachgefragt und daher stand der Umsetzung nichts mehr im Wege. Bis auf die Technologie, die Steinobstkerne schonen knacken und sortieren soll. Mit diesem Ziel bewarben sich die 2 dann bei der Gründerschmiede AWS First. Als Quereinsteiger konnten sie die Jury überzeugen und folglich die erste Förderung für die Weiterentwicklung der Technologie und einen Testlauf bekommen. Mit voller Motivation wurde dann schließlich auch das Team mit den zwei Technikern, Sebastian und Fabian, erweitert. Nach Besuchen bei Maschinenbauern, Tüftlern und Visionären und vielen Stunden in der Werkstatt ist ihnen dann ein halbes Jahr später gelungen ein Verfahrene zu entwickeln, um diese Kerne erstmals regional und nachhaltig wiederzuverwerten. Mit ersten Partnern wie Forschungsunternehmen, Fruchtverarbeiter und Maschinenbauern haben sie auch folglich über 5 Tonnen Kerne verwertet, um mit den Testprodukten in die ersten Verkaufsgespräche zu gehen.

Diesen Erfolg wussten auch die Jurymitglieder diverser Pitch-Veranstaltungen zu wissen. Kern Tec konnte einige Wettbewerbe, wie die Future Founders Challenge, Climate Launchpad Austria, Greenstart und die AWS First Pitch Night gewinnen. Mit diesem Rückenwind ging es dann auch zum I2B Finale, wo auch der erste Platz in der Kategorie Technologie und der Gesamtsieg gewonnen werden konnte.

Mit etwas Budget und massenhaft Unterstützung in der Tasche, soll nun der kleine Prototyp verbessert und vergrößert werden, um damit bereits in der Erntezeit 2019 in großen Mengen produzieren zu können.

 

Viele weitere Infos und einen Blog gibt es auch auf unserer Webseite www.kern-tec.com

 

 


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