Rechtsblog: Gewährleistung, Garantie und andere Probleme

by Andreas Chrastka 29. November 2013 16:55

Ist die Gesellschaft gegründet und alles klar für den Start des Unternehmens, ist es an der Zeit, sich mit den Untiefen des täglichen Geschäftslebens auseinanderzusetzen. Selbstverständlich ist das eigene Produkt perfekt und zweifelsohne fehlerfrei, was aber tun wenn der Käufer das anders sieht. Hier empfiehlt es sich, über Gewährleistung, Garantie und andere Rechtsbehelfe des Kunden genau Bescheid zu wissen und bereits vorab mögliche Konsequenzen eines Fehlers des Produktes zu kennen. Untenstehend eine kurze aber prägnante Übersicht über die wesentliche Rechtsbehelfe des Kunden bei mangelhaften Produkten:

Gewährleistung

Gewährleistung ist die gesetzliche Haftung des Unternehmers für Mängel an der Ware, die zum Zeitpunkt der Übergabe vorhanden waren. Sie besteht unabhängig davon, ob den Unternehmer ein Verschulden an der Mangelhaftigkeit der Ware trifft. Gewährleistungsansprüche können bei beweglichen Sachen innerhalb einer Frist von zwei Jahren geltend gemacht werden. Das zweistufige Gewährleistungsrecht unterscheidet zwischen den primären und sekundären Behelfen. Grundsätzlich haben die primären Behelfe - Verbesserung oder Austausch der Ware - Vorrang. Nur bei Vorliegen bestimmter Faktoren können die sekundäre Gewährleistungsbehelfe - Preisminderung oder Wandlung - geltend gemacht werden. Wandlung ist die Aufhebung des Vertrages, was die Rückabwicklung des Kaufs zur Folge hat. Möglich sind diese sekundären Gewährleistungsbehelfe bei Unmöglichkeit, Unverhältnismäßigkeit, Verweigerung oder Verzug der Mangelbehebung, Auftritt erheblicher Unannehmlichkeiten für den Erwerber oder die Unzumutbarkeit für den Erwerber aus triftigen Gründen in der Person des Übergebers. Da es oft schwierig zu beweisen sein wird, ob eine Ware bereits im Zeitpunkt der Übergabe an den Erwerber mangelhaft war, hilft hier das Gesetz dem Käufer mit einer Vermutung: In den ersten sechs Monaten nach Warenübergabe wird vermutet, dass der Mangel bereits bei Übergabe bestand. Wenn der Erwerber ein Verbraucher ist, kann sein Recht auf Gewährleistung nicht vertraglich (etwa durch AGBs) eingeschränkt werden. Hier kommen die besonderen Bestimmungen des Konsumentenschutzgesetzes zur Anwendung.

Handelt es sich um ein rein unternehmensbezogenes Geschäft (also eines zwischen zwei Unternehmern) kommen die strengeren Bestimmungen der Rügeobliegenheit zur Anwendung. Demnach hat der Käufer Mängel an der Ware, die er nach Ablieferung durch Untersuchung festgestellt hat oder feststellen hätte müssen, dem Verkäufer binnen angemessener Frist anzuzeigen. Gemäß ständiger Rechtsprechung des OGH liegt eine solch angemessene Frist bei etwa zwei Wochen. Unterlässt der Käufer die Anzeige innerhalb dieses Zeitraums, entfallen für ihn jegliche Ansprüche zur Geltendmachung des Mangels.

Garantie

Die Garantie stellt eine freiwillige zusätzliche Übernahme der Haftung für die Mangelfreiheit der Ware dar. Diese ist für den Käufer grundsätzlich nur sinnvoll, wenn sie über die Gewährleistungsbehelfe hinausgeht (z.B.: Fristverlängerung von zwei auf drei Jahre). Gewichtiger ist die Herstellergarantie, welche dem Letztabnehmer der Ware einen Anspruch gegenüber dem Hersteller (sohin einem Dritten, z.B. Apple bei einem bei Mediamarkt gekauften Ipod) einräumt. 

Produkthaftung

Durch das Inverkehrbringen der Ware kann es passieren, dass Sach- oder Personenschäden auftreten, für die der Hersteller aufgrund der Produkthaftung verschuldensunabhängig gegenüber dem Letztabnehmer haftet. Der Hersteller haftet für sein Produkt, wenn die allgemeinen Sicherheitserfordernisse nicht erfüllt werden und das Produkt Leben, Gesundheit oder Eigentum schädigt. Die Haftung des Herstellers entfällt bei nicht ordnungsgemäßer Lagerung oder falscher Verwendung des Produkts sowie bei dessen nachträglicher Veränderung.

 

PHHV Prochaska Heine Havranek Vavrovsky Rechtsanwälte ist eine der führenden Wirtschaftskanzleien Österreichs und international als solche mehrfach ausgezeichnet. Wir stehen für umfassende juristische und wirtschaftliche Beratung auf höchstem Niveau. www.phhv.at

Das war das i2b-Finale 2013

by Andreas Chrastka 26. November 2013 17:00

Das große Finale des heurigen Wettbewerbs ist geschlagen. Insgesamt 16 Teams stellten sich einer fast 40-köpfigen Jury aus Unternehmens- und FinanzierungsexpertInnen. Nur 9 dieser Teams dürfen sich bei der Prämierungsfeier Hoffnungen auf den großen Gesamtpreis - 10.000 Euro in bar - und weitere Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von ca. 150.000 Euro machen.

Mit 380 Einreichungen konnte der i2b Businessplan-Wettbewerb 2013 einen neuen Rekord verzeichnen. Mehr Einreichungen bedeutet aber auch mehr potentielle Gegner im Kampf um den Sieg und so ist es wenig verwunderlich, dass es in diesem Jahr das bisher knappste Ergebnis in der Geschichte von i2b zu verzeichnen gibt. Wie knapp? Das erfahren wir am 05. Dezember bei der Prämierungsfeier in Wien!

Vorbereitung auf die Reise zu neuen Welten

Das i2b-Jahr 2013 steht unter dem Motto "Aufbruch zu neuen Welten" und so bereitete Instructor Philipp Pertl in der Bodenstation der Wirtschaftskammer Österreich die diesjährigen Rekruten für ihren letzten Schritt vor. Die Jury, voll besetzt mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Unternehmensentwicklung, Finanzierung und Förderung, lauschte jeder Präsentation für genau 10 Minuten, danach wurde erbarmungslos abgebrochen. Der berühmt berüchtigte Elevator-Pitch endete mit einem 10-Sekunden-Countdown und einem simulierten Raketen-Start und einige Kandidatinnen und Kandidaten fühlten sich danach tatsächlich etwas schwerelos oder zumindest erleichtert.

 

Tolle Ideen, hohes Niveau

Während bei den i2b-Fachfeedbacks die Qualität der Businesspläne bewertet wird, geht es beim Finale um Überzeugungskraft und Präsentationskunst. Analog zur Qualität der Einreichungen, hat sich auch hier das Niveau merklich nach oben orientiert. Ob Videos, Animationen, Prototypen oder erste Kostproben zum Angreifen und Probieren - die Kandidatinnen und Kandidaten scheuen trotz der kurzen Vorbereitungszeit vor keinerlei Mühen zurück und alle Finalteilnehmer hätten es verdient, am 05. Dezember einen der beliebten i2b-Awards entgegen zu nehmen. Diese Top-Teams des Jahres 2013 sind:

  • FrenchUp! - Das Salatdressing
  • Sportly - Airbnb für Trainer & Sportler
  • Nixe Brau GmbH
  • Frische Fritzen
  • Packl Up! - Das tragbare Stadtmöbel

  • Clever Cast & i-Contour
  • Tabidus Technologies - Endpoint Patron
  • beyondarts - Kultur Apps
  • hill wind technologies - Grenzschichtläufer
  • Eisdetektor eologix
  • MyMundus - Refinding information easily

  • Smart Baby Care
  • PipeSec
  • Greti's Kräutererleben
  • Lohnerwerke GmbH
  • SWOP Bikebox

Wir gratulieren allen Finalisten zu diesem Erfolg und wünschen weiterhin alles Gute für die Zukunft! Welche Teams ihr Ticket zur Prämierung lösen konnten, erfahren Sie hier.

Staatspreis Marketing 2013

by Andreas Chrastka 6. März 2013 13:27

Am 03. Juni 2013 überreicht das Wirtschaftsministerium in der Aula der Wissenschaften den österreichischen Staatspreis Marketing. Ausgerichtet wird dieser von der AMC (Austrian Marketing Confederation), dem Dachverband der acht regionalen Marketing Clubs Österreichs.

Prämiert werden erfolgreiche Marketingstrategien, mit innovativen Konzepten und nachhaltigen Ergebnissen. Beim Staatspreis Marketing stehen die Qualität und betriebswirtschaftliche Relevanz sowie der Innovationsgrad im Vordergrund.

 

Nutzen Sie jetzt die Chance und reichen Sie ein. Die Einreichfrist läuft noch bis 19. März 2013.

 

 

Aktuelle Entwicklungen im Start-Up Umfeld

by Andreas Chrastka 30. November 2012 15:29

In den letzten Jahren hat sich viel im Thema Entrepreneurship getan, das zeigt sich auch bei den Einreichzahlen des i2b Businessplanwettbewerbs. Seit der Gründung ist die Zahl stetig gestiegen und hat sich nun bei rund 350 jährlichen Teilnehmern eingependelt.

i2b hat mit Alexander Pinter, dem Inscouts-Gründer und Gewinner des Sonderpreises für den optimalen Einsatz von Domains und Internettechnologien 2010 und Michael Schuster, Partner bei Speedinvest über aktuelle Entwicklungen im Startupumfeld gesprochen. Lesen Sie jetzt den ersten Teil des Interviews, Teil 2 folgt im Dezember.

i2b: Welche Änderungen hat es in den letzten Jahren im Bereich der Start-Ups gegeben und  was zeichnet sich noch am Horizont ab?

Michael Schuster: Man kann deutlich erkennen, dass sich in den letzten Jahren das Ökosystem und auch das Wissen rund um das Gründen und den Aufbau von Startup Unternehmen stark verbreitert hat. Es gibt mehr Gründer in Österreich, mehr Bereitschaft und auch mehr Know-How über die Prozesse. Im Gegensatz zu „normalen” Gründungen versuchen Startups eine Innovation im Bereich Produkt, Business Modell oder Vertriebskanal und hier hat besonders die Lean Startup Bewegung eine wesentlich sachlichere Betrachtung, abseits von Hypes und kurzfristigen Trends etabliert. Das ist gut für das Ökosystem und wird sicher noch stärkere Verbreitung finden, denn die Gründer sind hierzulande realistischer geworden.

Alexander Pinter: Ich sehe das ähnlich. In Wien hat sich über die letzten zwei Jahre eine offensive, dynamische Gründer- und Investorenszene entwickelt, die auch im Vergleich mit Berlin gut abschneidet. Und Berlin gilt inzwischen als eine der angesagtesten Städte für Internet-Unternehmer weltweit. Wien hat seinen internationalen Stempel. Abgesehen vom klaren Gesundheits-Hype zeichnen sich im Web auch Megatrends wie die Aggregation von News, Events und Unterhaltung oder margenstarke Empfehlungs-Plattformen und Online Marktplätze ab. Vermehrt etablieren sich auch Projekte, die spielerische Elemente stark in ihre Anwendungen integrieren.

i2b: Der Begriff Lean Startup geht schon seit Längerem durch die Szene und hat bald ebenso viele Patch-Work-Bedeutungen wie i2b Einreichungen. Worauf kommt es denn bei einem Lean Startup an und welche Rolle spielt der Businessplan dabei?

Michael Schuster: Der Businessplan spielt, wenn er nicht übertrieben wird, immer noch eine wichtige Rolle zur Formulierung und Beschreibung des eigenen Gründungsvorhabens. Was Lean Startup aber zu recht propagiert, ist die konsequente und kompromisslose Messung von wichtigen Daten zur schnelleren, kundenorientierteren und auch ehrlicheren Entwicklung von jungen Unternehmen. Das ersetzt viel Esotherik über Begriffe wie „Traction“ oder „Customer Development“ mit klaren Ansätzen wie ein Unternehmen erfolgreich entwickelt werden kann.

Alexander Pinter: Stimmt, ein klassischer US-Bestseller. Das Konzept wird stark von Eric Ries geprägt, der ein radikal erfolgsorientiertes, schnelles Umsetzen von Produkten propagiert. Die Lean Startup Bewegung definiert sich über relativ kurze Iterationsschleifen und einen permanenten Evaluationsprozess. Im Prinzip wären diese theoretischen Ansätze auch auf den Businessplan praktisch umzulegen. Erster, schneller Draft – dann weiteres inhaltliches Feintuning über mehrere Zyklen. 

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Frau Mag. Elsik über den Erfolgsfaktor Wissen, Liquidität und aufstrebende Trends

by Andreas Chrastka 29. November 2012 18:41

 

Interview mit Frau Mag. Monika Elsik, Institutsleiterin-Stv. des WIFI Österreich. 

 

„Frau Mag. Elsik, warum sollen sich gerade Gründerinnen und Gründer über den Erfolgsfaktor Wissen Gedanken machen und gibt es in diesem Bereich Fakten, die die Zukunft von Gründerinnen und Gründer maßgeblich bestimmen können?“

Wie sollte man sich etwa bei einem Liquiditätsengpass verhalten?

„Liquidität“ ist knapp geworden und Banken reagieren zurückhaltender, wenn es um die Vergabe von Krediten oder um die Ausweitung der Kreditlinien geht. Banken erwarten heute von ihren Kunden weit umfangreichere Unterlagen als noch vor einigen Jahren. Deswegen ist es für UnternehmerInnen wichtig sich mir ihren Finanzen auseinander zu setzen. Aktives Liquiditätsmanagement und die Bereitstellung professioneller Unterlagen für die Bank gehören dazu. Wir unterstützen dabei und stellen entsprechende Unterlagen bereit.

86 Prozent der Betriebe haben nach eigenen Angaben keine Probleme beim Zugang zu Kreditfinanzierungen, nur 26 Prozent schätzen das Kreditverhalten ihrer Bank als „eher vorsichtig“ ein, was der niedrigste Wert seit Beginn der Umfrage Ende 2008 ist. 75 Prozent sind mit ihrer Hausbank sehr zufrieden oder zufrieden. Allerdings werden von den Banken wieder mehr Sicherheiten verlangt. 29 Prozent der Betriebe sehen diesbezüglich aktuell strengere Anforderungen, verglichen mit 20 Prozent im Mai 2011. (Quelle: Studie Bankenbarometer in Österreich im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich, September/Oktober 2012)

In Österreich hat der klassische Bankkredit Tradition. In letzter Zeit registrieren wir hier Bewegung im Zusammenhang mit alternativen Finanzierungen. Für neue Geschäftsideen und innovative Unternehmen auf Wachstumskurs existieren eine Reihe attraktiver Finanzierungsmöglichkeiten abseits des Bankkredits. Und sehr spannend finde ich persönlich das Thema Crowd Funding. Hier werden nach dem Motto „viele geben wenig“ Projekte über Internetplattformen vorgestellt (z.B. mittels Video) und eine Gegenleistung angeboten.

Wie nützt man erfolgreich den Aufwind der Regionen? 

Lange vorbei sind die Zeiten in denen „Region“ als Synonym für „Provinz“ und damit für rückständig und verschlafen galt. „Region“ steht heute für traditionelles Handwerk, für Lebensqualität und ist in den Köpfen vieler Menschen als ein Stück lebenswerte Zukunft verankert. Für viele Branchen ist die Wiederentdeckung der Region eine unerschöpfliche Quelle für Verkaufsargumente und Marketing-Ideen. Stellt man z.B. bei Werbebotschaften Regionsbezeichnungen in den Mittelpunkt wird das positive Image der Region auch auf das Produkt übertragen. Für geografische Zusätze gilt die Regel: Je genauer die Herkunftsbezeichnung, desto attraktiver das Produkt.

Außerdem ist die Gruppe jener Kunden die Wert auf Gesundheit, Nachhaltigkeit aber auch ethisches Wohlverhalten legen im Steigen begriffen. Das aktuelle Marktpotential liegt bei 30 %. Regionale Produkte passen daher optimal in das Auswahlprofil dieser Zielgruppe.

Was bedeutet die sozialdigitale Welt für kleine Unternehmen? 

Fast jedes fünfte heimische Unternehmen verkauft Waren und Dienstleistungen auch über das Internet. Doch Kunden kaufen heute anders. Mit den Technologien des Internets und der sozialen Netze hat sich auch das Kaufverhalten entwickelt und verändert. Eine Homepage zu haben reicht schon lange nicht mehr aus, um am Markt wahrgenommen zu werden. Erfolg hat, wer mit individuellen Konzepten und Strategien, den Anforderungen der steigenden Kundeninteraktion und des „Social Marketing“ gerecht wird. Wir unterstützen mit entsprechenden Unterlagen dabei.

Es geht nicht nur um das richtige Präsentieren, sondern auch um ein adäquates Kommunizieren. Vor allem EPU und KMU können durch den Einsatz von Social Media und moderner Web X.0 Werkzeugen mit geringem Aufwand sowohl einen enormen Marketingeffekt erzielen als auch ihre digitale Reputation pflegen und ausbauen. Dazu zählen, unter anderem Apps, Widgets, Near Field Communication, Mobile Tags oder QR-Codes, die einen globalen Marktauftritt auch für kleine Unternehmen greifbar machen. 

Welche Potentiale gibt es bei den Plus-Märkten zu entdecken? 

Unsere Gesellschaft ist im Umbruch. Der Anteil älterer Menschen steigt kontinuierlich. Bereits jeder dritte Österreicher ist heute über 50 Jahre alt. Vielen Branchen haben auf diese Entwicklung bereits reagiert und passen ihre Produkte und Dienstleistungen laufend den neuen Bedürfnissen an. Dennoch: Ältere Menschen entsprechen immer weniger den alten Klischees. So nutzt zum Beispiel fast jeder vierte 55 bis 74 jährige das Internet.

Die heutigen Best Ager wollen lang gehegte Wünsche realisieren, ihre besten Jahre selbstbewusst genießen und solange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben führen. Doch so vielfältig wie die Lebensformen, so unterschiedlich sind auch Lebensstile, Bedürfnisse und das Konsumverhalten. Deshalb sprechen wir auch nicht von DEM 50Plus-Markt sondern von den 50plus/60plus /70plus -Märkten. Massenmärkte werden zunehmend durch Mikro-Segmentierung und damit eine punktgenaue Spezialisierung auf die spezifischen Wünsche und Bedürfnisse von Zielgruppen abgelöst. Außerdem wollen erfahre und selbstbewusste Konsumenten zu Recht von Anbietern von Produkten und Dienstleistern ernst genommen werden und setzen daher hohe Ansprüche an die Beratung. Hier liegen aus unserer Sicht die größten Potentiale für kleine Unternehmen.

i2 Business Angel landet wieder einen Volltreffer

by Andreas Chrastka 22. Oktober 2012 10:14


Innovative Unternehmen brauchen Geld, um zu starten und zu wachsen. Ob Business Angels, Private Equity oder ergänzendes Fördergeld. Die Wege der Gründer an Risikokapital privater Geldgeber heran zu kommen sind nicht leicht. 

Für die meisten Gründer ist es die größte Hürde, in der Frühphase Geld zu akquirieren. Wenn die staatlichen Fördermöglichkeiten ausgeschöpft sind oder noch nicht passen, müssen private Kapitalgeber her. Wer Sicherheiten vorweisen kann, der bekommt in den meisten Fällen auch einen Kredit von seiner Hausbank. Ungleich schwieriger haben es diejenigen mit wirklich neuen Ideen und mangelndem privatem Vermögen. "Was Banken nicht besichern können, das finanzieren sie nicht", berichtet DI Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer der AWS - Austria Wirtschaftsservice GmbH.

Nicht ohne Grund heißt Kapital für innovative Gründer auch Risikokapital: Wenn die Idee scheitert, ist auch das investierte Geld des Investors weg. Business Angels sind für Gründer interessant weil sie aus dem Hintergrund helfen und sich persönlich kümmern - zum einen mit frischer Liquidität, zum anderen mit unternehmerischer Erfahrung und Geschäftskontakten sowie mit einer externen – objektiven Sichtweise.

Der erfolgreiche i2 Exit

Meist haben Business Angels vorher selbst Unternehmen gegründet oder gemanagt, und kennen sich deshalb gut aus. Dr. Michael Havel, ein Wiener Chirurg mit wissenschaftlicher Expertise und einer ausgeprägten, unternehmerischen Ader ist ein solcher i2 Business Angel. "Er war nie ein leichter Mitgesellschafter aber er hat uns enorm geholfen", erinnert sich Dr. Thomas Neubauer Gründer der SYMENA Software und Consulting GmbH. Nach einer Prämierung beim Business Plan Wettbewerb i2b im Jahr 2001 wurde auch die AWS sehr früh auf dieses Start Up Unternehmen aufmerksam. Bereits im Juli 2002 konnte über i2 die neu gegründete SYMENA an den Business Angel Dr. Havel vermittelt werden. AWS Garantien und ein Technologiezuschuss haben diese Gründungsfinanzierung in einer sehr frühen Phase finanziert.

„Ohne die Unterstützung der AWS hätte es SYMENA nicht gegeben. Das ist keine Schmeichelei, sondern eine Tatsache!“ bekundet Thomas Neubauer.

2011 erhielten die, seit 2004 operativ erfolgreichen Unternehmer den Exportpreis der WKO für die erfolgreiche Kommerzialisierung ihrer Software zur Planung und Optimierung von Mobilfunk Netzwerken. Im Sommer 2012 konnte ein strategischer, britisch-amerikanischer Partner an Land gezogen werden, der schließlich die gesamte Firma übernommen hat. Nicht nur ein Schritt zur erfolgreichen Internationalisierung des Geschäftes welches in Österreich begonnen hat, sondern ein äußerst lukrativer Exit für die Gründer und den i2 Business Angel.

Eine frische i2 Beteiligung - Der High Tech Deal des Jahres

Business Angels sind in der Regel selbst leidenschaftliche Unternehmer, "die deshalb alles dafür tun werden, dass der Start glückt", schildert Bernd Litzka, Leiter von i2 –Die Börse für Business Angels, der die 170 Privatinvestoren der AWS auch persönlich kennt. Sie sind im Idealfall Verbündete der Gründer und kennen meist auch den Markt und die Branche. Diskretion ist jedoch ein entscheidender Faktor in diesem Geschäft der AWS. 

So konnte im Juni 2012 ein neuer Privatinvestor der i2 Börse an das Wiener High Tech Unternehmen APEIRON Biologics AG zügig vermittelt werden. Das Risiko des Projektes zur Entwicklung pharmazeutischer Wirkstoffe, die bei immunologischen Therapien und Begleittherapien gegen Krebs eingesetzt werden, ist naturgemäß groß. Die Suche nach passenden Investoren dementsprechend hart. Dennoch fand ein Wiener Business Angel, der selbst seit 2007 erfolgreich sein eigenes Unternehmen höchst profitabel führt, über die Förderbank zu APEIRON und investierte. Für die AWS ist das ein weiterer Hinweis, dass öffentliche Förderungen und Privatinvestoren recht gut zu kombinieren sind.

 

Kontakt: www.business-angels.at


Nachlese: Die Bundestagung der Jungen Wirtschaft 2012 in Graz

by Andreas Chrastka 26. September 2012 10:01

i2b beim JW Pecha Kucha: 6 Minuten und 40 Sekunden zum Thema Businessplan"Gemma 2012 to Styria" war das Motto der Bundestagung der Jungen Wirtschaft im Jahr 2012. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen standen informative und authentische Vorträge und Interviews auf dem Programm. Prominente Experten und Unternehmer wie Andreas Salcher und Josef Zotter sprachen über ihre Erfahrungen und ließen die Tagungs-Teilnehmer an ihren Rückschlägen und Erfolgen teilhaben.

Während sich die Experten untereinander nicht ganz einig waren, welchen Stellenwert der Businessplan bei der Unternehmensgründung einnehmen sollte, ist unser Standpunkt klar:

Mit dem Businessplan verhält es sich ähnlich wie beim Lernen in der Schule. Sie schreiben ihn nicht für die Anderen, sondern in erster Linie für sich selbst!

 

i2b Gründerabend NÖ - Landhaus St. Pölten

by Andreas Chrastka 8. Juni 2012 13:09

Dr. Petra Bohuslav, Beate Schrott, KommR Sonja Zwazl

Erfolge sind das Ergebnis von Arbeit, Ausdauer und guter Planung. Besonders beim letzten Punkt wusste das Land Niederösterreich seine GründerInnen schon immer zu unterstützen. Aus gutem Grund. „Klein- und Mittelbetriebe bilden das Rückgrat unserer Wirtschaft“, bekräftigte Landesrätin Dr. Petra Bohuslav. Die Erfolge sprechen für sich. „Jedes fünfte Unternehmen, das in Österreich neu entsteht, wird in Niederösterreich gegründet“, resümierte Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer NÖ das vergangene Gründungsjahr. 7.434 Unternehmen wurden 2011 in Niederösterreich gegründet. Damit kletterte die Zahl der aktiven Betriebe über 80.000, doppelt so viele wie noch vor 20 Jahren.

Auch David Schwingenschuh, i2b Gesamtsieger 2011 und Co-Gründer von CardSkid. nahm sich eine kurze Auszeit vom Alltag eines Unternehmensgründers, um den Zuhörern spannende Einblicke in die Entwicklung seiner Geschäftsidee zu gewähren. Neben dem Set an Gedächtniskarten, welches als Inspiration für die Smartphone-App diente, konnte er auch mit einigen Geschichten und Informationen zur österreichischen Gründerszene aufwarten.

Dass es auch in anderen Bereichen unseres Lebens üblich ist, Pläne für mehr oder weniger umfangreiche Projekte zu schmieden, bestätigte Leichtathletin Beate Schrott. Im Stage-Talk mit Alex Kristan sprach sie über ihr „Unternehmen Olympia“, über Rückschläge im Sport und in der Ausbilung sowie über Motivation und Antrieb. 

Die 5 W's des Unternehmertums 2012 - Wien

by Andreas Chrastka 31. Mai 2012 10:17

 

 

Am 30.05.2012 trafen sich interessierte Unternehmerinnnen und solche, die es noch werden wollten, im Erste Bank EventCenter am Petersplatz.

 

 

 

 

Gemeinsam mit "Gehirn-Muskel" Jakov Jakisic widmeten sich die Teilnehmer einer spannenden Interpretation von Edward De Bonos "6 Thinking Hats".

In einem spannenden Workshop wurde das Modell anschaulich erklärt und die Anwendung im konkreten Besprechungsfall thematisiert.

 

Anschließend gab es beim Buffett noch Zeit zum Netzwerken unter den Gästen.

 

Fotos: i2b/Klaus Morgenstern

Besser starten mit der Blaha Start-Up Edition

by Andreas Chrastka 24. April 2012 12:43

FÜR EINEN ERFOLGREICHEN START.

Der Businessplan ist geschrieben, die behördlichen Hürden genommen, nun fehlt nur noch eine Grundausstattung für die ersten eigenen Arbeitsräume. Funktional, praktisch und schön anzusehen sollten die Möbel sein, schnell verfügbar und das Budget möglichst nicht zu sehr belasten. Für diese so wichtige und oft über den Erfolg entscheidende Phase im Geschäftsleben hat BLAHA eigens ein Paket geschnürt, das diesen Anforderungen entgegen kommt: die START UP EDITION. Eine Serie von Möbeln, die kostengünstig produziert wurde, um genau diesen Kostenvorteil an die Kunden weiterzugeben.

Die START UP EDITION setzt sich aus den Modulen Arbeitstisch, Container, Schrank, Drehstuhl und Besucherstuhl sowie dem Paravent, einem vielseitig einsetzbaren Gestaltungselement, zusammen. Alle Module der START UP EDITION sind im BLAHA Colourflow erhältlich. Die Edition ist beliebig kombinierbar – bei Erweiterung mit Möbel, die nicht Teil der Edition sind, gelten die regulären Preise. 

Die START UP EDITION ist ab sofort bis 30. Juni 2012 für jeden, der sich seinen individuellen Arbeitsplatz schaffen möchte erhältlich. Vom Unternehmensneugründer sowie Ergänzung von bestehenden Arbeitsplätzen bis zum Heimarbeitsplatz ist die START UP EDITION die ideale Lösung – geliefert in 9 Werktagen. 

Wir laden Sie herzlich zu einem Besuch in unser BüroIdeenZentrum in Korneuburg ein. Entdecken Sie vor Ort die Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten und lassen Sie sich Ihr ganz persönliches Büro von unseren Arbeitsplatzexperten planen.